Um die Qualität einer privaten Krankenversicherung abschliessend beurteilen zu können, sollten neben den Leistungsmerkmalen der ausgewählten Tarife, auch die Solidität der Krankenversicherung analysiert werden. Nur ein solides Unternehmen wird z.B. in der Lage sein, die Beiträge langfristig stabil zu halten.

  • Verwaltungskostenquote private Krankenversicherung
    Die Kostenquote einer privaten Krankenversicherung ist der Kostensatz , den die jeweilige Kasse für Verwaltung und Vertrieb ausgibt. Ist Ihr Versicherungsunternehmen mit überdurchschnittlichen Kosten belastet, spricht dies eher gegen die Kasse, da diese Gelder weder Ihren Altersrückstellungen zu Gute kommen, die später Ihre Beiträge stabil halten, noch jetzt in Form von erhöhter Leistungsbereitschaft.
  • Abschlusskostenquote
    Diese Quote gibt an , wieviel % die Versicherung ausgibt um neue Kunden zu gewinnen. Eine niedrige Abschlusskostenquote bedeudet nicht zwangsläufig, dass die Krankenversicherung besonders gut wirtschaftet. Da hohe Ausgabe für den Abschluss auch bedeuten kann, das viele junge Versicherungsnehmer gewonnen werden bzw. es versucht wird. Wenn eine private Krankenversicherung eine hohe Abschlusskostenquote hat und auch viele Neuverträge schliesst, kann eine hohe Quote durchaus positiv bewertet werden.
  • Altersrückstellungen
    Die wichtigste Frage bei der Wahl der privaten Krankenversicherung ist die nach der Beitragsstabilität, schließlich begleitet Sie Ihre gewählte Kasse im Idealfall Ihr ganzes Leben. Um die Beiträge auch im Alter stabil halten zu können, bilden die privaten Krankenversicherungen Rückstellungen, mit denen die Beiträge stabil gehalten werden können. Die RfB-Quote ist hierfür ein wichtiges Indiz. Dies kann jedoch nur ein Indiz sein, denn es ist durchaus möglich, dass der Versicherer einen hohen Teil der rückgestellten Beiträge bereits frühzeitig verbraucht. Vergleichen Sie daher unbedingt mehrer verschiedene Kennzahlen, um sich ein umfassendes Bild zu machen. Jeher höher die Rückstellungsquote (RFB) desto besser. (Infos dazu: Vergleichstabellen.de - private Krankenversicherung)
  • Nettoverzinsung des angelegten Kapitals
    Die Nettoverzinsung privater Krankenversicherungen (auch bei Zusatzversicherungen) gibt an , wieviel Zinsen die Kapitalanlagen des Unternehmens erwirtschaften. Je höher diese Verzinsung, desto höher die Wahrscheinlichkeit das die Beiträge langfristig stabil bleiben, weil die Versicherung dadurch in der Lage ist einen Teil der Leistungen aus den Kapitalerträgen zu bestreiten.
  • Rohergebnisquote
    Diese Quote gibt an wieviel % der Beitragsnahmen nach Abzug der Kosten für Schäden und sonstige Aufwendungen übrigbleibt. Je höher diese Quote desto besser, weil dann die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die Beiträge stabil bleiben. (siehe auch Berufsunfähigkeitsversicherungen)